Autonomes Fahren, alles schon dagewesen

Beim surfen bin ich auf die Seite Geschichte des Autonomen Fahrens gestoßen. Der Name Ernst Dickmanns war mir schon bekannt, das ist ein echt cooler Typ wie man heute sagen würde.

Bereits vor 20 Jahren hatte er mit seinen Mitarbeitern autonomes Fahren über 1000e Kilometer mit rund 180 km/h auf Basis von b/w Kameras ermöglicht. Über die holprigen Versuche heutiger Labors mit 1Tausendschaften von Forschern würde er vermutlich schmunzeln.

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Dickmanns‘ famous S-class car autonomously drives 1678 km on public Autobahns from Munich to Denmark and back, up to 158 km without human intervention, at up to 180 km/h, automatically passing other cars

 

Die Highlights nun in Kürze. Im Artikel gibt’s mehr davon.

1994: Die Roboterautos des EUREKA Prometheus Projekts fuhren ungefähr 1.000 Kilometer auf der mehrspurigen Autobahn in gewöhnlichem Verkehr bis nach Paris und dies mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Sie konnten folgende autonome Funktionen bereits etablieren:

  • Spur halten
  • im Konvoi fahren
  • automatisches Tracking anderer Fahrzeuge
  • automatischer Spurwechsel
  • autonomes Überholen

1995: Teststrecke des VaMP wird auf 1758 Kilometern erhöht, von München nach Kopenhagen und zurück. Ernst Dickmanns Team testet die Strecke mit einem menschlichen Beifahrer, dieser musste durchschnittlich alle 9 Kilometer in den Ablauf eingreifen. Einmal musste der menschliche Fahrer rund 158 Kilometer nicht eingreifen. Die Geschwindigkeit erhöht sich auf 178 Kilometer pro Stunde und die ganze Strecke bewältigte man ohne GPS.

http://www.autonomes-fahren.de/geschichte-des-autonomen-fahrens/

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Elektromobilität und Infrastruktur

Diese Woche in der elektrischen autonomen Autonomen und geteilten Mobilität erscheint mir die Bedeutung der Infrastruktur als Turbo der elektrischen Wende Mission Critical zu sein.

1. Das Reichweitenproblem wird geringer durch bessere Batterien. Die Reichweiten überschreiten nun fallweise 500km.

Die Infrastruktur muss aber schnell vorrausgehen und nicht nachziehen. Ladepoints mit allen Systemen sind erforderlich. Kann bitte jemand USB zum Laden erfinden? Gibt’s dafür kein Förderprogramm?

3. Bezahlen ist immer die Killerapp. Oneklick, mit Amazon; Google, paypal, Wurscht was. Hauptsache einfach. Bitte amerikanisch denken.

4. Wir kommen an Tesla nicht vorbei. Der Volkstesla kommt. Dahinter ein dichtes Netz an Ladestellen und das Supercharger Network. Die Autoindustrie muss hurtig von Apple lernen. Tesla hat enorme Finanzmittel, geringe Verschuldung, Assets, produziert alles entlang der Wertschöpfungskette (horizontal und vertikal) selber und kann den Rollout des S3 problemlos stemmen.

5.  Batterien (stationäre Speicher) und solare Aufbringung sind für mich die Knackpunkte für den nächsten Schritt der Elektrifizierung. Damit beschäftige ich mich nach dem Urlaub. 

6. Wer in diesem Rennen den längeren Atem hat wird spannend.

7. Die Deutschen hatten den Start vergessen und sind nun langsam gestartet.

Bis dann. Schönen August!

Supercharger für alle?

Diese Woche in der elektrischen Autonomen und geteilten Mobilität finde ich eine Sache wichtig. Die Infrastruktur zum Laden.

Im Beitrag Supercharger Economics (Tesla Is in Dire Need Of A Major Course Correction) wird gut fundiert die Frage aufgeworfen, ob Tesla sein Premium Modell weiter ausweiten und betreiben kann. Die Kosten je Station werden alleine für die Errichtung mit 200-300 Tausend Dollar geschätzt, der resultierende Kilometerpreis für den Kunden (TCO) mit bis zu ca. 0,35$/km, je nach Strompreis und Anteil der Supercharger Ladevorgänge.

Was aber viel wichtiger ist: Das Ladenetz für normale Nutzer ohne Garage und ohne Supercharging kommt kaum vom Fleck. Selbst China, die USA und Indien, wichtige Märkte mit Vorbildcharakter stocken und beginnen teilweise Förderungen zu sistieren (Georga, USA).

Österreich hat gerade wieder ambitionierte Pläne (5000 Stationen bis 2020) veröffentlicht und ist generell auf einem guten Weg.

Wir müssen uns also in den nächsten Wochen die tatsächlichen Fortschritte bei der Ladeinfrastruktur und deren Lebenszykluskosten ansehen damit wir die Marktentwicklung besser verstehen können.

Diese Woche in der elektrischen autonomen Mobilität.

1 Langsam klären sich die Perspektiven. Mein Eindruck ist es, dass wir nun am Tipping Point stehen. Das heisst, die Entwicklung nimmt Fahrt auf.

2. Ich halte im Nutzfahrzeugebereich eine lange Phase paralleler Technologien für möglich. Also diverse Hybride Lösungen wie zB Gasturbine/Batterie im kommunalen Bereich oder Oberleitungssysteme mit Dieselhybrid im Logistikbereich Überland. Das kommt auf die Region/Topologie/Kultur an.

3. Bei den Bussen sollte der Staat/die EU ein Machtwort sprechen und eine vollständige Umrüstung auf Hybrid und Batterie (Phase 1 urban; Phase 2 regional) umgehen abstimmen und Co-Finanzieren.

4. Bei den militärischen Fahrzeugen und jenen  der Einsatzkräfte geben die USA Vollgas insbesonders beim autonomen Fahren. Wo ist hier Europa?

5. Bei den normalen Autos kann man das ruhig dem Markt überlassen, da ist ordentlich drive drinnen. Die spannende Frage ist für mich: Was ist künftig eine Autoindustrie? Gibt’s noch Industrie und Zulieferer oder treiben Komponenten die Entwicklung. Die gedruckten Reifen von Michelin zeigen wie schnell sich hier Produkte und Services ändern und vermischen.

Grenzen der Künstlichen Intelligenz. Wohin wir gehen werden.

Künstliche Intelligenz scheint derzeit der Schlüssel aller Überlegungen zur vollständigen Effizienzsteigerung zu sein. Die Frage welchen Stellenwert Menschen im Produktionsprozess überhaupt noch einnehmen werden ist derzeit nicht zufriedenstellend beantwortbar. Ich denke, die Antwort ist im Prinzip ganz einfach. Eine entscheidende, weil Verstehen nicht das selbe ist wie Regeln befolgen und weil eine Gesellschaft nicht die Summe von zellulären Automaten ist, wie John von Neumann, der berühmte Mathematiker stillschweigend vorausgesetzt hat.

Sir Roger Penrose, ein Mathematiker und theoretischer Physiker weist in diesem spannenden Beitrag auf #youtube auf einen sehr wesentlichen Punkt hin der derzeit meiner Meinung nach nicht ausreichend verstanden wird: Aufbauend auf den Fragen „Warum folgen wir Regeln, warum wenden wir bestimmte Regeln an?“, führt er aus, dass das Verstehen und das Befolgen von Regeln zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge sind.

„Der Verstand sagt uns warum bestimmte Regeln gewünschte Antworten geben!“

Verstehen ist also etwas anderes als das Befolgen von Regeln, letzteres können Computer natürlich wesentlich besser als wir es können.

Deswegen ist Künstliche Intelligenz (KI/AI) und ist das Machine Learning (eigentlich angeleitetes oder „supervised learning“ bzw. deep learning in neuronalen Netzwerken) ein sehr effizienter Ansatz, der uns wesentlich intelligenter machen wird.

Es ist und bleibt aber ein Hilfsdienst im Sinne der Neumanschen „control“, wenn wir eine souveräne Menschheit bleiben wollen, die auf Basis eigener Überlegungen, eigener Prioritäten und in vollem Bewusstsein verstehen kann und will, wie eine bessere Welt aussehen kann. Kein anderer Zweck der Digitalisierung ist vorstellbar.

„Macht euch die Erde Untertan“ (Gen, 1,28)

Die wohl berühmteste Herrschaftsformel der Welt stammt aus dem Alten Testament. Sie wird oft missverstanden. Sie ist keine überhebliche Rechtfertigung für Ausbeutung Krieg und Terror. Sie steht für eine verantwortungsvolle Herrschaft, die die Sorge um die „Beherrschten“ miteinschließt, sie ist also fürsorglich.

Digitalisierung kann uns alle Werkzeuge in die Hand geben um mit den derzeitigen Problemen UNSERER Zeit besser zu Rande zu kommen, also im Sinne Neumanns zu „controlen“. Dazu zählt eine nachhaltige und gerechte Nutzung von Ressourcen, eine effizientere Verwendung öffentlicher Gelder durch bessere Planungsgrundlagen (predict) oder die Bereitstellung des gesamten Wissens der Menschheit für alle.

Künstliche Intelligenz wird einen Teil dazu beitragen, dass dies möglich wird, dass also „control“ auf besseren „predictions“ aufbaut. Es gibt aber keinen Grund deswegen die Herrschaft an Automaten abzugeben und damit unsere Nachfahren zu – was eigentlich noch – zu degradieren und sie ihrer Freiheit und Herrschaft zu berauben.

Diesen Unterschied müssen wir berücksichtigen, sonst geht das größte Experiment der Geschichte schief.

Video Link: https://www.youtube.com/watch?v=WTbZRcW_iTM

​Diese Woche in der autonomen elektrischen Mobilität

Diese Woche kann ich aus der autonomen elektrischen Mobilität urlaubsbedingt nicht viel berichten.

Es scheint sich aber im Truck Bereich viel zu tun. Tendenz: Der Truck wie wir ihn kennen wird verschwinden. Vielmehr werden wohl Logistik Gefäße wie Container durch Elektroantrieb und Software zum autonomen Fahren in mobile, gekoppelte Units verwandelt. Soweit die Technik, das kann die Industrie schon, Einride auch in gutem Design.

Die zentrale Frage ist für mich aber, wie die Logistik dahinter aussieht.

1. First/Last Mile und Beladung der Gefässe

2. Kopplung und Routenbildung (Chinese Postman Problem falls nicht alle Units angetrieben und autonom sind)

3. Bidirektionale Auslastung wird wie gewährleistet?

Das scheint mir nur über zentrale Koordination und Steuerung effizient zu sein (@Amazon, hast Du das gehört ?)

Die nächste Welle der Amazonisierung/Uberisierung steht verm. bevor. Ob der kleine Spediteur/Botendienst das überlebt? 

​Diese Woche in der autonomen elektrischen Mobilität 

brachte wieder einige spannende Neuigkeiten. Details findet ihr in meiner Timeline in LinkedIn.

1. Autonomes Fahren könnte zu einem Verbot des selbst Fahrens führen. Zumindest hat das Angela Merkel kürzlich angedeutet.

2. Auto-Versicherungen kriegen langsam die Panik. Meines Erachtens nach gibt es die nicht mehr lange in dieser Form. Algorithmen und Crowd Lösungen werden das Ende einleiten.

3. Die fahrerlose Limousine ohne Lenkrad ist der Beginn einer völlig neuen Sicht auf Autos. Diese Woche von Audi.

4. Beim kontaktlosen Laden tut sich auch viel . Diese Woche mit Renault und Qualcomm.

5. Elektrische Hybrid Trucks (im Kommunalen Bereich – sind noch hotter als nur elektrische. Ein Blick nach Kalifornien erhellt die Szene.

Die Hybridlösungen schau ich mir genauer an,  das kontaktlose Laden demnächst auch.

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Macht doch einfach einen guten Job, ÖBB!

Liebe @unsereOEBB

Es ist sicher nicht leicht 24/7 Millionen Menschen durchs Land zu befördern. Das verstehe ich.

Für uns Pendler aus der Region, für die nicht Prestige Milliarden verbaut werden, stellt sich euer Service aber nicht gut dar.

Ständige Verspätungen , Ausfälle und Fahrplanänderungen sind wir schon gewöhnt.

Viel schlimmer ist, dass ihr euch wie ein alter Ehepartner verhaltet. Ihr redet nicht mit uns. Züge fallen pmltzlich aus, um 06:05 in Liesing. Kein Personal am Bahnsteig, keine Durchsagen, kein Schienenersatzverkehr.

Ja, wir wissen dass ihr uns liebt, das muss man nicht täglich aussprechen. Seht ihr das so?

Ist es euch egal, dass wir 2-3 Stunden am Tag pendeln, mit euch, mit Jahreskarte. Wir sind keine Deppen vom Land. Wir sind Premiumkunden.

Warum kriegen wir keine Info SMS obwohl sir eure -mittlerweile echt schwer zu nutzende App – installiert haben?

Warum lasst Ihr eure Mitarbeiter so alleine da draussen und helft Ihnen nicht, die sind echt arme Schweine.

Habt ihr nicht langsam genug Controller und Manager die die E-Mobilität, die autonomen Autos und die smarten  Tarifmodelle erforschen?

Wir brauchen das alles nicht. Lasst uns damit in Ruhe. Macht euren Job, macht ihn so gut, dass wir wieder mit euch fahren wollen.

Derzeit nämlich ist unsere Ehe nicht eingeschlafen, sondern in einer schweren Krise.

Diese Woche in der autonomen elektrischen Mobilität

hat einige Interessante Einsichten zum Thema gebracht, Details findet ihr in meiner Timeline auf LinkedIn.

1. Elektrische LKWs brauchen für die Langstrecke noch enorm große, teure und schwere Batterien, die man auf der Kurzstrecke nicht braucht.

2. Hybridlösungen mit integrierten Gas-Turbinen die die Batterien fallweise laden, entspannen die Lage vor allem auf der Kurzstrecke (downsizing) und erscheinen kosteneffizient.

3. Sie werden bereits im Kommunalbereich, als wendige, extrem sparsame Sprinter, eingesetzt.

4. Über die praktische Einführung von Platooning macht sich Volvo derzeit in Amerika ernsthafte Gedanken. Das Testbed dazu (autonomer LKW) liegt schickerweise in einer Mine unter der Erde und ist daher völlig sicher.

5. Shell denkt über die Vision „Net-Zero CO2“ nach und stellt in Frage, ob für Elektromobilität ausreichend Ressourcen (zB Kobalt) zur Verfügung stehen, ob das Problem der verfügbaren Ladestellen und der ausreichend starken Grids lösbar sein wird. Geht es nach Shell, erst in 20, vielleicht in 40 Jahren.

6. Die Markteroberung bei den E-Cars sehen manche bereits in den 20ern (Tony Seba et. al), Shell zB. eher in den 50/60ern.  Meine eigenen Berechnungen aus den offiziellen Verkaufsstatistiken (dünnes Eis) zeigen mehr als 90% Marktanteil Anfang der 30er (Sigmoid-Funktion) bzw. gerade Mal 50% Ende der 40er, Anfang der 50er (kubisch bzw. quadratische Regression).

7. Ein wesentlicher Treiber der Innovation ist die US-Army. Derzeit Hot: Autonome, hybride elektrische off-road Fahrzeuge.

8. Bei den Autonomen Fahrzeugen sehe ich die „fahrerlose Limousine“ als Zukunftsmodell. Anders funktionieren auch die sharing Modelle nicht wirklich.

8. Alle policy Ansätze die autonome Fahrzeuge als fahrerlose Autos und nicht als integrierten Teil des ÖV sehen liegen mEn falsch. Auch das schau ich mir bis Jänner näher an.
Hybride LKWs für die Kurzstrecke und City Logistik verfolge ich ebenso weiter wie die Marktentwicklung samt Ladestellenproblem der E-Cars und der fahrerlosen Limousine. Ein update gibts im Jänner.

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